Naturwissenschaft vs. Religion?

7 Antworten

Wenn dein Lehrer Atheist ist, wird er mit dem Inhalt wohl zufrieden sein. Nur an der Fomulierung könntest du noch etwas arbeiten. (überlege bspw mal durch was du "Meinung" ersetzen könntest, sodass es "professioneller" klingt)

Aber Naturwissenschaft und Glaube müssen wirklich kein Widerspruch sein. 2 Bsp, wo Atheisten aufgrund von Wissenschaft zum Glauben kamen:

Dr. Günter Bechly arbeitete im Naturkundemuseum Stuttgart. Für eine Ausstellung sollte er eine Waage mit einem Buch zu Evolution von Darwin auf der einen Seite, und einigen Kreationistischen Büchern auf der anderen Waagschale, machen. Das Buch von Darwin sollte natürlich schwerer wiegen...

Nun erlaubte er sich aber mal in die kreationistischen Bücher reinzuschauen. Er war überrascht, dass er dort kein religiöses Gelaber fand, sondern wissenschaftliche Argumente.

Er befasste sich näher mit dem Thema und kam aufgrund von Wissenschaft vom Atheismus zum Glauben an den biblischen Gott.

Ich kenne einen Christen, der Jahrzehnte lang überzeugter Atheist war. Er hat sich schon als Kind für Evolution interessiert und kannte/kennt sich da sehr gut aus. Bis er sich auch mal mit den den Argumenten für Schöpfung auseinander setzte. Er merkte aufgrund seiner Recherchen, dass die Evolution doch nicht so gut belegt ist. Ihn hat Wissenschaft zum Glauben an Gott gebracht.

Bevor ich zu Argumenten für die Existens eines Schöpfers komme, ist es wichtig, dass du verstehst, wie atheistische Wissenschaft funktioniert:

"Am wichtigsten ist, dass im Klassenzimmer deutlich gemacht wird, dass die Wissenschaft, einschließlich der Evolution, die Existenz Gottes nicht widerlegt hat, weil sie sie (vermutlich) nicht in Betracht ziehen darf. Selbst wenn alle Daten auf einen Intilligenten Schöpfer weisen, würde eine solche Hypothese aus der Wissenschaft ausgeschlossen werden, weil sie nicht naturalistisch ist. Natürlich steht es dem Wissenschaftler als Individuum frei, eine Realität anzunehmen, die über den Naturalismus hinausgeht." (Scott C. Todd, Immunologe)

"Wir sind... durch unsere von vornherein getroffene Grundsatzentscheidung für den Materalismus gezwungen Forschungsansätze und Erklrärungskonzepte zu entwickeln, die sich auf materalistische Erklärungen beschränken. Dabei spielt es keine Rolle, wie sehr sie der Intuition der Nichteingeweihten entgegenstehen oder ob sie ihnen rätselhaft erscheinen. Darüber hinaus ist dieser Materalismus absolut, denn wir können keinen göttlichen Fuß in der Tür zulassen." (Richard Lewontin, Genetiker)

Mit anderen Worten: Die atheistische Wissenschaft schränkt sich selbst ein. Die Möglichkeit, dass wir geschaffen wurden, wird von vornherein ausgeblendet. Man hat als Grundannahme, dass sich alles ohne Schöpfer entwickelt hat. Und dann forscht man um diese Annahme zu bestätigen. Alles wird mit dieser "Brille" gedeutet und ggf zurechtgebogen.

So kann man eine alternative Erklärung zu Gott aufstellen, aber diesen nicht widerlegen und auch nicht beweisen, dass die Annahme eines Schöpfers falsch ist. Denn dazu müsste man sich mit beiden Seiten befassen.

Zwei Bsp, die mit Evolution nicht zu erklären sind:

1. Die Frauenschuh-Blüte

Der Farbenkontrast der Blüte lockt Fliegen und Bienen an und verleitet sie durch den bequemen Eingang von oben in den "Pantoffel" zu kriechen. Necktar gibt es da zwar nicht, aber zuckersaftreiche Haare.

Aber die Biene kommt nicht mehr auf dem selben Weg raus - der Eingang ist zu eng um mit ausgebreiteten Flügeln rauszukommen und die Wand ist zu glatt zum klettern.

Aber es gibt einen Wegweiser nach Draußen: Reihen roter Flecken auf dem Boden weisen zum Ausgang, wo links + rechts der Narbensäule zwei enge Öffnungen sind.

Leiterförmig angeordnete Haare machen das klettern nach oben möglich.-und zwar nur hier, wo es nötig ist! Der Ausgang ist so eng, dass sich die Biene durchzwängen muss, dabei berührt sie einen der beiden Staubbeutel und die klebrigen Pollen bleiben an der Biene hängen.

Diese gibt sie bei der nächsten Blüte wieder ab, wenn sie über den Schuhlöffel klettert und dabei unweigerlich die mitten im Weg stehenden Narbe streift.

Schon die kleinste Änderung lässt den Mechanismus nicht mehr funktinieren.

  • Ist der Eingang größer, kann die Biene ohne weiteres raus, ohne den Pollen aufzunehmen.
  • Ist die Öffnung zu klein, kommt sie erst gar nicht rein.
  • Sind die leiterförmigen Haare nicht von Anfang an an der richtigen Stelle vorhanden, kommt die Biene nicht zum Ausgang, kann den Pollen nicht aufnehmen und kommt garnicht mehr raus.
  • Ist die Narbe nicht an der richtigen Stelle, wird der Pollen u.U garnicht abgegeben.
  • Sind die Wände nicht glatt, könnte die Biene rausklettern.
  • ...

Es muss alles aufeinmal in der richtigen Anordnung da gewesen sein. Wer da noch ernsthaft Zufall als Erklärung annimmt, hat einen größeren Glauben als ich.

2. Der Bombardierkäfer:

Dieser Käfer hat einen einzigartigen Verteidigungsmechanismus:

Er produziert 2 verschiedene Chemikalien in von einander getrennten Kammern: Hydrochinon und Wasserstoffperoxid-diese sind von einander getrennt harmlos, kommen sie aber zusammen sind sie hochexplosiv.

Wird der Käfer angegriffen entlässt er die beiden Chemikalien durch eine bewegliche Röhre am Ende seines Hinterleibes. Katalytische Enzyme aus einer winzigen Kammer gleich hinter dem Ausstoßventil setzen die chemische Reaktion in Gang.

Genau in dem Moment richtet der Käfer seine "Kanone" aus und schießt auf das Gesicht des Angreifers.

Durch die chemische Reaktion wird das Gemisch so heiß wie kochendes Wasser und verursacht dadurch Überraschung und Verwirrung die stark genug sind, um den Angreifer zu entmutigen.

Der Bombardierkäfer ist in der Lage bis zu fünf Schüsse in schneller Folge abzugeben.

Außerdem weiß er instiktiv wann die Explosion einsetzt, denn diese darf erst eintreten, wenn die Chemikalien ausgestoßen sind. Würden sie schon in der Reaktionskammer explodieren, würde der Käfer das nicht überleben.

Evolution ist bei bestem Willen keine Erklärung dafür:

  • Es müssen die beiden richtigen Chemikalien produziert werden.
  • Sie müssen in von einander getrennten Kammern produziert werden.
  • Sie müssen zur richtigen Zeit zusammen gebracht werden.
  • Es braucht die richtigen katalytischen Enzyme.
  • Und der Käfer muss genau zielen und schießen können, bevor die Chemikalien explodieren.

Alle diese unabhängigen Teile des Systems müssen zu 100% ausgereift und zeitgleich in der richtigen Anordnung und Reihenfolge vorhanden sein. Es kann sich nicht schrittweise entwickelt haben.

Auch hier ist ein Schöpfer die naheliegenste Erklärung. Ich kann noch mehr solcher Bsp nennen, wenn es dich interessiert.

Bedenke auch, dass 99,9% der bekannten Mutationen schädlich für das entsprechende Lebewesen sind. Man hat versucht im Labor durch gezielte Auslese von Mutationen bessere und ertragreichere Pflanzen zu züchten. Es hat nicht funktioniert. Die meisten waren nicht lebensfähig oder anfälliger, als Wildarten. Wie soll der Zufall etwas hinkriegen, was selbst Wissenschaftler im Labor nicht geschafft haben?

Mutationsgenetiker Lönnig: „Durch Mutationen kann aus einer Art [einer Pflanze oder eines Tieres] keine völlig neue entstehen. Diese Schlussfolgerung stimmt sowohl mit der Summe aller Erfahrungen und Ergebnisse der Mutationsforschung des 20. Jahrhunderts überein als auch mit den Gesetzen der Wahrscheinlichkeitsrechnung."

Wenn du dich noch etwas mehr mit Wissenschaftlichen Argumenten für Schöpfung befassen möchtest, kann ich diese 2 Links empfehlen:

  1. https://www.was-darwin-nicht-wusste.de/
  2. Schöpfung oder Evolution

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Evolution und Glaube sind nicht vereinbar, Wissenschaft an sich und Glaube aber durchaus.

Lg


Naturwissenschaft vs. Religion?

Ich lese jetzt nicht den ganzer Sermon durch - nur so viel: Es gibt KEIN "vs".
Es gibt nur Leute mit Weltanschauung, deren Gehirnhöhle man ohne zu knien durch die Nase sehen kann.

Die Naturwissenschaft ist zur Untersuchung des "Natürlichen" da - daher "Tadaaaaa" auch der Name.
Sie hat nix mit irgendwelchen Gottesbeweisen zu tun.
Speziell im jüdisch/christlichen Sinne, da dieser Gott außernatürlich ist.

Wissenschaft kann Gott nicht "beweisen" aber auch nicht "nicht beweisen". Aussagen der Bibel, die später durch Wissenschaft erforscht wurden waren zB Runde Erde, Magnetismus, Erdumdrehung um die Sonne, Leichengift, usw. - Was aber offen bleibt, ist die Existenz Gottes und sein Vorhaben. - Dazu braucht man Glauben und den Geist Gottes, den die Wissenschaft nicht entdecken kann, weil sie eine andere Dimension sind. Viele Wissenschaftler haben zum Glauben gefunden, andere wieder nicht.

Du willst doch eine gute Note in Religion bekommen. Da darfst du das nicht so kanllhart ausdrücken.

Drücke es so aus: Die Naturwissenschaften beschäftigen sich mit den materiellen Erscheinungen der Natur, versuchen diese zu beschreiben und allgemeine Gesetze zu formulieren, mit denen sich das Verhalten von Systemen voraus berechnen lässt.

Die Religion versucht die Ursache hinter diesen Gesetzen zu finden. Z.B. warum ist die Feinabstimmung der Naturkonstanten gerade so wie sie ist und ermöglicht Leben?

https://de.wikipedia.org/wiki/Feinabstimmung_der_Naturkonstanten

Wie kann eine Materieformation Bewusstsein erzeugen, also die Fähigkeit mentale Zustände wahrzunehmen? Bewusstsein ist etwas Nichtmaterielles wie Zeit und Raum. Materie kann ansonsten nur materielles erschaffen. Ist vielleicht Bewusstsein eine Abspaltung von Gottes Bewusstsein und nennen wir diese Abspaltung Seele? Die moderne Kognitionsforschung, als Teil der Naturwissenschaften, ist dermaßen auf dem Holzweg, als würde man versuchen mit immer besseren Mikroskopen die Buchstaben eines Textes zu analysieren, um den Sinn des Textes zu verstehen.

Und natürlich geht es den Religionen um moralisches Verhalten. Das zutiefst unmoralische Verhalten mancher Politiker mag für diese funktionieren, zumindest eine Weile, aber eine Gesellschaft die nur aus solcherart Menschen bestehen würde, die würde ganz schnell zu Grunde gehen. Es geht um Liebe und Nächstenliebe. Und um die Schönheit der Gedanken. ...

Ich habe lange Zeit versucht beides zu verbinden bzw. zu kombinieren und bin letztendlich zu der Erkenntnis gekommen, dass das nicht funktioniert.

Ich würde aber sagen dass man beides hintereinander betrachten könnte, aber niemals den Glauben der Wissenschaft vorziehen. Die Naturwissenschaft hat bei mir immer Vorrang.

Der geniale dänische Physiker Niels Bohr sagte schon so schön:

"Eine kleine Wahrheit erkennt man daran, daß ihr Gegenteil falsch ist. Das Gegenteil einer großen Wahrheit ist eine andere große Wahrheit." 

Niels Bohr